Kirsten Döpp, Wormser Str. 144, 68623 Lampertheim
Logo-mobil-grau
Ernährungsberatung & Naturheilkunde
Trockenbarf im Test: Sechs Produkte im Vergleich

Trockenbarf im Test: Sechs Produkte im Vergleich

Ich habe sechs Trockenbarf-Produkte genauer betrachtet und von meinen eigenen Hunden testen lassen. Dabei habe ich neben der Deklaration auch die Zubereitung und Akzeptanz berücksichtigt. In den einzelnen Tests zeige ich, was in den jeweiligen Sorten steckt, welche Unterschiede mir aufgefallen sind und welche Produkte ich aufgrund ihrer Zusammensetzung empfehlen würde.

Mit einem Klick auf den Produktnamen öffnet sich der jeweilige Test.

KHOURIS Trockenbarf

Im ersten Teil der kleinen Serie geht es um das Trockenbarf der Marke „KHOURIS“. Hier handelt es sich laut Hersteller um ein sog. Ergänzungsfuttermittel, das heißt, eine Ergänzung ist notwendig, um eine Bedarfsdeckung zu erreichen.

Die Zusammensetzung laut Herstellerangaben:

80% Rindfleisch getrocknet (60% Rindermuskelfleisch, 5% Rinderherz, 5% Rinderlunge, 5% Rinderniere, 5% Rinderleber) 20% Obst und Gemüse (Apfel, Karotte, Rote Beete, Zucchini, Kürbis, Banane, Hagebutte, schwarze Johannisbeere)

Analytische Bestandteile:

Rohprotein 58 %

Fettgehalt 17,2 %

Rohasche 4,5 %

Rohfaser 2 %

Fütterungsempfehlung:

Für die Zubereitung einfach das Trockenbarf in den Napf geben und etwa die 2 bis 3-fache Menge an warmem Wasser hinzufügen.

Fütterungsmenge:

ca. 0,6 % des Körpergewichts an Trockenbarf

Kosten:

800 g als Einzelpackung kosten 22,90 Euro

Daneben bietet Khouris ein Spar-Abo an. Es gibt aber auch öfter Aktionen mit Sonderangeboten.

https://khouris.de/…/trockenbarf/products/trockenbarf-rind

Aktuell habe ich das Khouris Trockenbarf Rind hier mit im Urlaub dabei. Es spart Platz und Gewicht beim Transport, die Tüten kann man gut stapeln bzw. auch im Gepäck verteilt irgendwo mit dazu packen. Alle Hunde fressen es gerne und vertragen es gut, also keiner hat Magengrummeln. Der Output hält sich in Grenzen und ist nur unwesentlich größer als beim echten BARF. Auch durch die Wasserzugabe wird es nicht matschig oder suppig, sondern bleibt fest. Daher kann ich das Futter schon stunden vorher mit Wasser vorbereiten, so dass es für die Fütterung selbst keine Wartezeit gibt.

Preis-Leistung finde ich ok im Hinblick darauf, dass es eben ein Ergänzungsfutter ist und dass ich es nicht über einen über ein Wochenende oder einen Urlaub hinausgehenden Zeitraum hinweg füttere. Für ein Ausstellungs-Wochenende oder ein Wochenende außer Haus beim Hundesport finde ich es ideal.

Es gibt die Sorten:

Rind

Pferd

Huhn

Ente

Wild

Lachs (neu im Angebot)

in der Zusammensetzung mit Obst und Gemüse oder als Fleisch pur. Daneben auch noch Spar-Bundles oder auch Probier-Packungen.

Für mich im Praxistest mit meinen Mitarbeitern: Daumen hoch.

NATURALIS Trockenbarf

Im zweiten Teil der kleinen Serie geht es um das Trockenbarf der Marke „NATURALIS“.

Hier handelt es sich laut Hersteller um ein sog. Alleinfuttermittel, das heißt, es ist KEINE Ergänzung notwendig, um eine Bedarfsdeckung zu erreichen.

Die Zusammensetzung laut Herstellerangaben:

Rindfleisch 26%, Rinderherz 20%, Rinderlunge 14%, Rinderpansen 8%, Rinderleber 5%, Rinderknochen 4%, Apfel 4%, Rindereuter 3%, Karotte 3%, Birne 3%, Ei 2%, Kürbis 1%, Ananas 1%, Eisbergsalat 1%, Brokkoli 1%, Papaya 0,80%, Petersilie 0,50%, Lachsöl 0,50%, Seealgenmehl 0,50%, Olivenöl 0,40%, Hagebutte 0,30%, Kokosnuss 0,30%, Kürbiskerne 0,20%, Schwarzkümmel 0,10%, Spirulina 0,10%, Hanfsaat 0,10%, Kurkuma 0,10%

Daraus ergeben sich also:

80 % Fleischanteil

15 % Obst-Gemüse-Anteil

5 % Sonstige

Analytische Bestandteile:

Rohprotein: 47,2%

Rohfett: 29,8%

Rohasche: 9,1%

Restfeuchtigkeit: 2,1%

405 kcal pro 100g, 1694 kJ pro 100g

Fütterungsempfehlung:

Das Trockenbarf kann ohne Wasserzugabe gefüttert werden, ansonsten das Futter 30 Minuten in heißem Wasser einweichen lassen., so wird es „weich und fleischig“.

Fütterungsmenge:

Die Futtermenge ergibt sich aus dem Gewichtszustand des Hundes und aus seinem Körpergewicht. Dazu hat der Hersteller eine Übersicht in Form einer Tabelle veröffentlicht. Man kann grob überschlagen sagen, dass die Empfehlung eine Spanne von ca. 0,5 – 1 % des Körpergewichts umfasst.

Kosten:

500 g als Einzelpackung kosten 8,28 Euro

1.000 g als Einzelpackung kosten 14,48 Euro

5.000 g als Einzelpackung kosten 66,48 Euro

https://naturalis-barf.de

Das Naturalis Trockenbarf habe ich wirklich nur im Rahmen des Tests gefüttert. Schon beim Öffnen der Packung kommt mir ein Geruch entgegen, nicht unangenehm, aber intensiv. Bei der Fütterung zeigt sich, dass Party, meine 2. Älteste und für ihre kritische Haltung gegenüber Futtermitteln bekannt, den Napf zwar beäugt, aber das Futter verweigert. Die anderen waren nicht so wählerisch, aber Party blieb hartnäckig und hungerte lieber vor dem Napf.

Auch für Natuarlis gilt, dass man es in dem Beutel gut transportieren und stapeln kann. Der Output war etwas weicher als sonst, aber noch verkraftbar. Auch von der Menge her. Durch Wasserzugabe wird es etwas matschig und riecht noch intensiver. Während Khouris aus kleinen Bestandteilen besteht, die aufquellen, sind es bei Naturalis kleine Bällchen, die eher zerfallen.

Der Preis ist ok, insgesamt macht mich das Produkt aber nicht wirklich an. Vor allem, weil ich mindestens für 1 Hund ja etwas anderes brauche. Hier bei uns kriegt das Trockenbarf daher keinen Daumen hoch, ist allerdings für Menschen, deren Hunde weniger wählerisch sind und die auch auf den Geldbeutel gucken, echt eine Alternative, zumal es sich hier ja auch um ein Alleinfuttermittel handeln soll.

Es gibt die Sorten:

Rind

Huhn

Lachs

Lamm

Daneben gibt es auch noch weitere Mischungen, z.B. auch Gemüse oder ein High Energy Produkt.

Anmerkung: die Bedarfsdeckung habe ich selbst nicht überprüft oder nachgerechnet. Das mache ich bei keinem Produkt. Kann aber sein, dass das gesondert nochmal kommt 😉

BARFIT COMPLETE Trockenbarf

Im dritten Teil der kleinen Serie geht es um das Trockenbarf der Marke „Barfit Complete“ mit der Sorte „Ente Pur“, da es kein Rind gibt.

Hier handelt es sich laut Hersteller um ein sog. Alleinfuttermittel, das heißt, es ist KEINE Ergänzung notwendig, um eine Bedarfsdeckung zu erreichen.

Die Zusammensetzung laut Herstellerangaben:

Entenmuskelfleisch 41%, Enteninnereien 28%, Entenknochen 11%, Möhren (fermentiert) 4%, Brokkoli (fermentiert) 1,5%, Banane 1,5%, Apfel 1,5%, Chia Saat (teilweise entölt) 3%, Saflorsaat (teilweise entölt) 3%, Lachsöl 1%, Eierschalenpulver, Algenkalk, Bierhefe, Malzkeime, Rotalgen Traubenkerne extrahiert, Pfefferminzblätter, Kümmelfrucht, Bockhornklee, Süßholzwurzel, Kurkumawurzel, Fenchelsamen, Kamillenblüten.

Daraus ergeben sich also:

Ca.80 % Fleischanteil

Ca.15 % Obst-Gemüse-Anteil

5 % Sonstige

Analytische Bestandteile:

Rohprotein 40,7 %

Rohöle und Fette 19,3 %

Rohfaser 7,1 %

Rohasche 12,9 %

Zu der Energie wurden vom Hersteller keine Angaben gemacht.

Fütterungsempfehlung:

Am besten auf 2 Mahlzeiten verteilen. Barfit Complete kann vor der Fütterung eingeweicht werden, wir empfehlen dies jedoch ausdrücklich NICHT.

Fütterungsmenge:

Die Futtermenge ergibt sich aus dem Gewichtszustand des Hundes und aus seinem Körpergewicht. Dazu hat der Hersteller eine Übersicht veröffentlicht, in der er Angaben für ausgewachsene und normal aktive Hunde, für kleine und mittelgroße Hunderassen und für Welpen und laktierende Hündinnen macht. So richtig kann ich mit dieser Aufteilung nichts anfangen. Grob gesagt reicht die Spanne der Emfehlung von 0,8 % bis 5 % je kg Körpergewicht des Hundes.

Kosten:

1.000 g als Einzelpackung kosten 15,95 Euro

5.000 g als Einzelpackung kosten 64,95 Euro

www.barfit-shop.de

Das Barfit Complete habe ich nur im Rahmen des Tests gefüttert.

Beim Öffnen der Packung war ich ziemlich irritiert, weil mir ein Produkt in „Streifen“ entgegenkam, etwas, das ich so gar nicht mit Trockenbarf in Verbindung bringen kann. Der Geruch erinnert etwas an Maggi, dazu muss man sie aber wirklich direkt an die Nase halten.

Bei der Fütterung zeigen sich alle inklusive Party, hoch motiviert. Jeder nimmt es gerne. Ob das auch so wäre, wenn diese „Gabe aus der Hand“ nicht in einem Kontext mit „Leckerlies“ stehen würde, weiß ich nicht. Ich glaube, sie würden es auch aus dem Napf nehmen, aber die zu gebende Futtermenge wäre vom Volumen her doch sehr gering.

Auch für das Barfit Complete Ente gilt, dass man es in dem Beutel gut transportieren kann. Das Stapeln ist durch die Umverpackung möglich, allerdings ist diese auch groß und sperrig und nimmt mehr Platz weg, als der Beutel aus Plastik darin eigentlich braucht. Wobei wir beim nächsten Thema wären: 2 Verpackungen für 1 Produkt finde ich im Sinne der Nachhaltigkeit überflüssig. Hier würde ich mir doch eine andere Lösung wünschen.  

Der Output nach diesem Produkt war etwas weicher, aber nicht viel. Auch von der Menge her.

Die Zugabe von Wasser habe ich nicht getestet, a) weil der Hersteller sagt, besser NICHT, b) weil ich das zu der Form des Produkts als widersinnig empfinde.

Der Preis ist ok, insgesamt wäre es für mich aber kein Produkt, das ich für einen Urlaub mit mir führen würde. Als Snack für unterwegs aus der Hand bzw. wenn der Verbrauch des Hundes steigt als 3. Mahlzeit aus der Hand am oder nach dem Strand oder auch bei einem Wettkampf kann ich es mir aber gut vorstellen.

Der Daumen geht also nicht wirklich hoch, aber unten lassen möchte ich ihn auch nicht. Daher hier ein „Daumen auf Halbmast“. 😊

Das Ergebnis wird noch dadurch unterstützt, dass das Futter keine wirklich offene Deklaration hat. Woraus die Innerein und zu welchen Anteilen bestehen, ist nicht genannt. Und auch die Zusätze wie Malzkeime, Rotalgen, Traubenkerne, Pfefferminzblätter, Kümmelfrucht usw. sehe ich kritisch.

Warum? Wenn ich Pfefferminze, Kamille, Kümmel, Fenchel usw. einen therapeutischen Nutzen unterstelle, dann möchte ich diese Pflanzen auch individuell therapeutisch dann einsetzen, wenn der wirkliche Bedarf bei dem einzelnen Hund auch da ist. Und nicht mit der Gießkanne über alle einfach mal so drüber gegossen.

Stichwort Rotalge: über diesen Begriff lässt sich weder zuordnen, was es genau für eine Form der Rotalge ist noch wie hoch der Jodanteil im Futter dadurch wird. Das muss man als Hundehalter hier einfach im Hinterkopf behalten, denn es ist – gerade für ein Alleinfuttermittel, das ja mit Bedarfsdeckung wirbt, für einen Dauereinsatz für mich das „K.O.-Kriterium“.

Die Foto-Serie dokumentiert, wie das Futter in Echt aussieht.

Es gibt die Sorten:

Huhn

Ente

Lamm

Huhn ist etwas günstiger als Ente und Lamm etwas teurer.

Anmerkung: die Bedarfsdeckung habe ich selbst nicht überprüft oder nachgerechnet. Das mache ich bei keinem Produkt. Kann aber sein, dass das gesondert nochmal kommt 😉

#hundumsorglos #trickstersprt #trockenbarf #urlaubshunde #leichtesgepäck #GesunderHund #sporthund #dogsontour

PAUL & PAULINE Trockenbarf

Im vierten Teil der kleinen Serie geht es um das Trockenbarf der Marke „Paul & Paulina“ mit der Sorte „Almmüsli Rind“.  

Hier handelt es sich laut Hersteller um ein sog. Alleinfuttermittel, das heißt, es ist KEINE Ergänzung notwendig, um eine Bedarfsdeckung zu erreichen.

Die Zusammensetzung laut Herstellerangaben:

Der Fleischanteil setzt sich zusammen aus:
40% Rindermuskelfleisch, 20% Pansen, 10% Herz, 10% Blättermagen, 8% Leber, 5% Niere, 5% Milz, 2% Rindfleischknochenmehl

Der Pseudogetreide-Obst-Gemüse-Kräutermix setzt sich zusammen aus:
20% Hirse, 12% Rote Beete, 12% Zucchini, 8% Karotte, 8% Apfel, 8% Pastinake, 8% Kokos, 4% Löwenzahn, 4% Hagebutte, 4% Leinkuchen, 4% Luzerne, 4% Blütenpollen, 2,4% Bierhefe, 1,0% Seealge

Daraus ergeben sich:
75%  Anteil an Fleisch und Innereien
und
25% Hirse, Obst, Gemüse und Kräutern

Analytische Bestandteile:

Rohprotein: 53,4%
Rohfett: 28,6%
Rohasche: 5,0%
Rohfaser: 3,2%
Wassergehalt: 2,9%
Calcium: 0,89g/100g
Phosphor: 0,71g/100g

2250 kJ/100g = 538 kcal

Fütterungsempfehlung:

Vor dem Füttern das Trockenfutter mit warmem Wasser im Gewichtsverhältnis 1:1,5 aufgießen und 15 Minuten quellen lassen zur besseren Verdaulichkeit.

Dorschlebertran empfehlen wir als natürliche Vitamin D Quelle zusätzlich.

Darüber hinaus hat der Hersteller nicht nur die Analysedaten des Almmüslis im Trockenzustand offen deklariert, sondern auch noch Angaben dazu gemacht, wenn das Futter entsprechend der Fütterungsempfehlung mit Wasser aufgequollen ist:

Rohprotein: 21,36%
Rohfett: 11,44%
Rohasche: 2,0%
Rohfaser: 1,28%
Wassergehalt: 62,9%
Calcium: 0,356g/100g
Phosphor: 0,284g/100g

umsetzbare Energie Hund: 900kJ/100g = 215 kcal

Futtermenge laut Angaben des Herstellers:

bis 5kg Körpergewicht max 12g Almmüsli je kg Körpergewicht
bis 10kg Körpergewicht max 10g Almmüsli je kg Körpergewicht
bis 20kg Körpergewicht max. 9g je kg Körpergewicht
über 20kg Körpergewicht ca. 8g je kg KörpergewichtKosten:

Kosten:

700 g als Einzelpackung kosten 15,50 Euro

2.000 g als Einzelpackung kosten 38,95 Euro

https://paul-paulina.com/

Das Almmüsli ist für mich ein reines Test-Produkt gewesen. Leider.

Ich bin von diesem Produkt „eigentlich“ überzeugt. Die Qualität ist gut, die Deklaration offen, es sieht appetitlich aus, riecht nicht übermäßig streng und auch den Preis finde ich absolut ok. Man kriegt auch was dafür. Darüber hinaus stehen noch andere Varianten mit anderen Proteinquellen zur Verfügung und sogar auch Produkte nur mit Fleisch, so dass man selbst Gemüse und Obst ergänzen könnte.

Wo ist also der Haken?

Gefressen wird es hier gerne, auch von Party, meiner Futtertesterin der Oberklasse. Allerdings haben auch dieses mal 3 Kandidaten mit Durchfall und/oder Erbrechen reagiert. 3 Versuche – 3 x das gleiche Resultat.

Macht für mich also nicht so richtig Sinn, trotzdem ist es ein Produkt, dass ich aufgrund des Gesamteindrucks grds. empfehlen würde. Wenn der jeweilige Hund es verträgt.

Aber das sage ich auch immer im voraus dazu: bevor man im Urlaub oder unterwegs Experimente mit Trockenbarf macht, sollte man es daheim in Ruhe testen.

Wird es gefressen? Wird es vertragen? Was kommt hinten raus?

Auch für das Almmüsli-Produkt von Paul & Paulina gilt, dass es in der Verpackung gut zu transportieren und zu verstauen ist. Aber auch hier gilt, dass die Umverpackung des Produkt zwar optisch aufwertet, aber nicht nötig wäre. 2 Verpackungen für 1 Produkt ist weder nötig noch nachhaltig noch macht es Sinn.

Hier würde ich mir doch eine andere Lösung wünschen.  

Der Output nach diesem Produkt war bis auf die genannten Reaktionen beim Rest ok.

Der Daumen geht trotz dieser Reaktion nach oben. Es ist einfach in allem zu stimmig und gut und einen Versuch wert.  

Die Zusätze wie Löwenzahn, Hagebutte, Blütenpollen, Bierhefe und Seealge bräuchte es für mich aber nicht. Auch hier gilt wieder, dass ich für mich gerne solche Sachen gezielt und auch in der dafür passenden Menge gebe und nicht pauschal mit dem Futter über die Köpfe ausschütte. Und gerade auch die Seealge mit dem Thema Jodgehalt… naja. Wie hoch ist der Jodanteil im Futter je Hund dann wirklich?

Der Daumen zeigt trotzdem noch nach oben. Es ist einfach in allem zu stimmig und gut und einen Versuch wert. Immer im Hinterkopf habend, dass es hier nicht um eine dauerhafte Fütterung geht.

Es gibt die Sorten:

Kaninchen – Lamm – Pferd – Rind – Wild – Ziege

Als Müsli, also mit Obst und Gemüse, oder als „Almgenuss“, d.h. als reines Fleischprodukt.

Darüber hinaus gibt es auch noch eine „Sensitive-Reihe“, Welpen- und Seniorenprodukte. Also eine enorme Auswahl.

Anmerkung: die Bedarfsdeckung habe ich selbst nicht überprüft oder nachgerechnet. Das mache ich bei keinem Produkt. Kann aber sein, dass das gesondert nochmal kommt 😉

#hundumsorglos #trickstersprt #trockenbarf #urlaubshunde #leichtesgepäck #GesunderHund #sporthund #dogsontour

BALF Trockenbarf

Im fünften Teil der kleinen Serie geht es um das Trockenbarf der Marke „BALF“ mit der Sorte Rind/Obst/Gemüse.

Hier handelt es sich laut Hersteller um ein sog. Alleinfuttermittel, das heißt, es ist KEINE Ergänzung notwendig, um eine Bedarfsdeckung zu erreichen.

Die Zusammensetzung laut Herstellerangaben:

Der Fleischanteil setzt sich zusammen aus:
80 % Rind, luftgetrocknet aus Muskelfleisch 31,25 %, Pansen 18,75 %, Blättermagen 12,5 %, Lunge 12,5 %, Leber 6,25 %, Milz 6,25 %, Niere 6,25 %, fleischige Knochen 6,25 %

Der Obst-Gemüse-Anteil setzt sich zusammen aus:
20 % getrocknetes Gemüse und Obst, bestehend aus Zucchini, Sellerie, Erbsen, Pastinaken, Luzerne, Rote Beete, Apfel, Spinatblätter, Karotten, Holunderbeeren, Weißdornbeeren, Kokos und Löwenzahn

Daraus ergeben sich:
75%  Anteil an Fleisch und Innereien und 25% Hirse, Obst und Gemüse.

Analytische Bestandteile:

Rohprotein 42,5 %
Rohfett 27,3 %
Rohasche 5,9 %
Rohfaser 3,4 %
Calcium: 0,95%
Phosphor: 0,74%

Zur Energie werden keine Angaben gemacht.


Fütterungsempfehlung laut Hersteller:

Je Kilogramm Körpergewicht des Hundes, füttert ihr 5 Gramm BALF® am Tag.

Beispiele für eine Tagesration:
5 kg-Hund: 25 g BALF® (entspricht 100 g Frischfleisch)
10 kg-Hund: 50 g BALF® (entspricht 200 g Frischfleisch)
20 kg-Hund: 100 g BALF® (entspricht 400 g Frischfleisch)

Obige Angaben sind natürlich nur Richtwerte.

Bitte passt die Fütterungsmenge dem Bedarf eures Tieres an. Dieser hängt von weiteren Faktoren wie Rasse, Aktivität, Alter und Haltungsbedingungen ab.

Für die Welpenfütterung wird die ca. doppelte Menge zur Fütterung empfohlen. Bei der Junghundefütterung ca. 1/4 mehr als angegeben.
Für kleinere Hunde empfiehlt der Hersteller auf des im Verhältnis höheren Grundumsatzes eine Erhöhung um 25 bis sogar 100 % mehr.

Zubereitung:
Das BALF® ca. 20 min einweichen.
Verhältnis: 1 Teil Futter zu 1,5 Teilen lauwarmen Wasser.
Zusätzlich noch ein paar Tropfen hochwertiges Öl dazugeben und fertig ist die leckere Mahlzeit. Bitte dem Hund immer genügend Trinkwasser zur Verfügung stellen.

Kosten:
1 kg als Einzelpackung kosten 27,65 Euro

5 kg als Einzelpackung kosten 140,73 Euro

BALF® Tiernahrung | Trockenbarfmenü Rind Obst/Gemüse – BALF Tiernahrung


Auch das BALF ist für mich, wie das vorherige Almmüsli auch, ein reines Testprodukt und auch hier „leider“.

Auch dieses Produkt holt mich ab. Es wird in einem kleinen Familienunternehmen mit regionalem Bezug von Hundemenschen hergestellt, die nicht nur eine umfangreiche Produktpalette anbieten, sondern auch mit Herz und Verstand bei der Sache sind.

Tanja ist eine Ernährungsberatungs-Kollegin und jederzeit ansprechbar.

Das BALF wird luftgetrocknet und vor allem mit Verzicht auf ernährungsphysiologische Zusatzstoffe und hoher Transparenz hergestellt.

Es gibt Produkte rein mit Fleisch, solche mit Obst und Gemüse oder auch vegetarische Mischungen. Sogar eine individuelle Zusammenstellung für Allergiker oder Hunde mit Unverträglichkeiten wird angeboten – das ist absolut TOP.

Leider überzeugt es mein Team beim Team-Test nicht und die Begeisterung hält sich in Grenzen. Zumindest was das Rind mit O/G angeht. Vielleicht wäre es bei anderen Sorten anders, aber der Test bezieht sich, wenn vorhanden, nun mal auf die Rindfleisch-Variante.

Vertragen wurde es von denen, die es gefressen haben, zumindest gut. Was diese aber als Nachteil empfanden war die Größe der Portionen. Diese waren eher klein – klar, das BALF ist gehaltvoll. Das interessierte die Tester aber nicht. Sie möchten einfach MEHR. Ein Aspekt, der andernorts sicher auch so sein könnte.

Insofern würde ich BALF hier nicht füttern, aber ich kann es durchaus empfehlen. Gerade aufgrund der großen Auswahl und der transparenten Deklaration im Hinblick auf ein Alleinfuttermittel. Damit kann man dem Grund nach nicht viel falsch, aber ganz viel richtig machen.

Auch hier noch einmal die Empfehlung: bevor man im Urlaub oder unterwegs Experimente mit Trockenbarf macht, sollte man es daheim in Ruhe testen.

Wird es gefressen? Wird es vertragen? Was kommt hinten raus?


Es gibt die Sorten:

Rind – Lamm – Pferd – Ente – Schwein – TwoInOne „Ente mit Fisch“ als Menü

Rind – Lamm – Pferd – Ente – Schwein als „Fleisch pur“

Dazu verschiedene Gemüse- oder Obst-Mixe und auch noch dort hergestellte Leckerlies mit verschiedenen Proteingrundlagen.

Eine rundherum gute Auswahl, die man wie gesagt sogar nochmal auf Hunde mit besonderen Bedürfnissen abstimmen lassen kann.

Anmerkung: die Bedarfsdeckung habe ich selbst nicht überprüft oder nachgerechnet. Das mache ich bei keinem Produkt. Kann aber sein, dass das gesondert nochmal kommt 😉

#hundumsorglos #trickstersprt #trockenbarf #urlaubshunde #leichtesgepäck #GesunderHund #sporthund #dogsontour

PAULS BEUTE Trockenbarf

Im letzten Teil der kleinen Serie geht es um das Trockenbarf der Marke „Pauls Beute“ mit der Sorte „Rind“.

Hier handelt es sich laut Hersteller um ein sog. Alleinfuttermittel, das heißt, es ist KEINE Ergänzung notwendig, um eine Bedarfsdeckung zu erreichen. Weiter gibt der Hersteller an, dass es „getreidefrei“ und ein „Single-Protein-Futter“ ist. (Anmerkung: Die Herstellung von „Pauls Beute“ wird eingestellt. Trotzdem lassen wir diesen Test online um die Vergleichswerte zu erhalten.)

Die Zusammensetzung laut Herstellerangaben:

78% Rind (Muskelfleisch, Herz, Leber), 7,2% Amaranth, Eierschalenmehl, 3,6% Karotte, Sellerie, 2,3% Apfel, Lebertran, 0,3% Petersilie, Seealgen

Daraus ergeben sich also:

Ca.80 % Fleischanteil

Ca.6 % Obst-Gemüse-Anteil

Ca. 7 % „Pseudo-Getreide“ = Amaranth

Ca. 7 % Sonstige Bestandteile

Analytische Bestandteile:

Rohprotein 44,7 %

Rohfette 29,1 %

Rohasche 5,9 %

Rohfaser 2,0 %


Zu der Energie wurden vom Hersteller keine Angaben gemacht.

Fütterungsempfehlung:

Er empfiehlt eine Fütterung mit einer Aufteilung auf 2 Mahlzeiten je Tag und der Bereitstellung von ausreichend Trinkwasser dazu.

Fütterungsmenge:

Die Futtermenge ergibt sich aus dem Gewichtszustand des Hundes und aus seinem Körpergewicht. Dazu hat der Hersteller eine Übersicht veröffentlicht, in der er die Futtermenge einem Körpergewicht zuordnet. Da es sich immer um eine Spanne von mehreren Kilogramm Körpergewicht handelt, kann es also nur eine grobe Orientierung sein.  

Kosten:

650 g als Einzelpackung kosten 16,99 Euro

Dieses Barf-Produkt habe ich nur im Rahmen des Tests gefüttert.

Beim Öffnen der Packung habe ich Fleischwürfel vorgefunden, die appetitlich aussahen und deren Geruch angenehm und eher wenig wahrnehmbar war.

Bei der Fütterung zeigen sich alle Probanden hoch motiviert. Auch Party hat es versucht, aber laut ihrer Aussage würde sie kleinere Würfel bevorzugen und fand das Kauen der Würfel beschwerlich. Eine Umrechnung der Menge führt gerade bei kleineren Hunden sicher dazu, dass optisch und auch gefühlt für den Hund nicht viel im Napf landen wird.

Das Produkt wird in einem luftverschlossenen Beutel geliefert, der gut in eine Lücke passt oder auch gestapelt werden kann. Eine Umverpackung gibt es dazu nicht, was ich schon mal gut finde.

Der Output danach war ok, die Menge auch.   

Die Zugabe von Wasser habe ich nicht getestet, weil der Hersteller dazu keine Empfehlung herausgegeben hat. Es ist aber sicher möglich.

Der Preis ist ok, insofern wäre es für mich nach dem Status Quo hier durchaus eine Überlegung wert, um es in das Reisegepäck zu packen. Als Snack für unterwegs aus der Hand bzw. wenn der Verbrauch des Hundes steigt als 3. Mahlzeit aus der Hand am oder nach dem Strand oder auch bei einem Wettkampf kann ich es mir zumindest für einen größeren Hund auch gut vorstellen.

Der Daumen geht also hoch😊

Im Fazit stört mich allerdings, dass das Futter keine wirklich offene Deklaration hat. Wie sich der Fleischanteil genau zusammensetzt, weiß man nicht, zumindest steht aber Muskelfleisch an 1. Stelle und es ist kein bindegewebshaltiges Fleisch (z.B. Lunge) mit enthalten, sondern Herz und Leber.

Es gibt die Sorten:

Trockenbarf Rind und
Trockenbarf Huhn

Beide Sorten kosten 16,99 Euro / 650 g.

Anmerkung: die Bedarfsdeckung habe ich selbst nicht überprüft oder nachgerechnet. Das mache ich bei keinem Produkt. Kann aber sein, dass das gesondert nochmal kommt 😉

#hundumsorglos #trickstersprt #trockenbarf #urlaubshunde #leichtesgepäck #GesunderHund #sporthund #dogsontour