
Retterspitz
Ein Helfer für viele Felle
Wer kennt die Fragen nicht, die in diversen Facebook Gruppen gestellt werden nach dem, was man als Ausstattung für einen Wurf unbedingt daheim vorrätig haben muss. Nabelklemmen, Calcium natürlich, es gibt einiges, was sich definitiv immer wiederholt und was wirklich jeder kennt. Oder die meisten.
Retterspitz gehört definitiv nicht dazu. Ich wette, dass auch hier der ein oder andere Leser geneigt ist, den Kopf zu schütteln mit der Frage, was das nun wieder ist.
Kurz gesagt, für mich ist Retterspitz etwas, das unbedingt in die Hausapotheke gehört. Nicht nur für Hunde, auch für uns erfüllt es natürlich seinen Zweck.
Retterspitz an sich ist keine Pflanze, der Name stammt von Margarete Retterspitz, die nach der von einem Arzt unbekannten Namens an sie überlieferten Formel das Heilmittel herstellte.
Retterspitz entsteht aus einer Vielzahl von Inhaltsstoffen, hier führe ich nur einige davon exemplarisch auf:
• Ackerschachtelhalm
• Brennnessel
• Ingwer
• Johanniskraut
• Kamille
• Kümmel
• Lavendel
• Olivenöl
• Pfefferminz
• Rosmarin
• Thymian
• Wacholder
Das „Retterspitz äußerlich“ Produkt für die äußerliche Anwendung lindert Schmerzen und wirkt abschwellend. Als Wärme-entziehender Wickel kann Retterspitz somit ganz hervorragende Dienste bei einer Mastitis oder einem Milchstau erzielen. Wichtig ist, den Wickel möglichst nach dem Trinken der Welpen anzulegen und das Gesäuge danach feucht zu reinigen.
Auch nach Insektenstichen und damit verbundenen Schwellungen und Entzündungen kann man Retterspitz-Wickel nutzen, um die Stelle zu behandeln. Für Herrchen und Hund.
Gleiches gilt auch bei Prellungen und Blutergüssen. Hier sollte der Wickel 60 bis 90 Minuten an der Stelle verbleiben und kann bis zu 5x täglich eingesetzt werden.
Wer also noch keinen Retterspitz daheim hat, der sollte für den Fall der Fälle, der hoffentlich nie eintritt, eine Flasche auf Vorrat lagern.
Wichtig: die Verwendung von Retterspitz ersetzt natürlich keinen (Tier-) Arztbesuch.
Die Betreuung von Hunden und Züchtern liegt mir – aus eigener Erfahrung – sehr am Herzen. Du hast Fragen oder bist unsicher, was für deinen Hund sinnvoll ist? Dann melde dich gern.
